Was es ist
Clio ist die dominante Legal-Practice-Management-Plattform für Einzelkanzleien sowie kleine bis mittelgroße Anwaltskanzleien — sie deckt Matter-Management, Zeiterfassung, Abrechnung, Treuhandbuchhaltung, Dokumentenmanagement und Mandantenkommunikation in einer cloud-nativen Suite ab. Clio wurde 2008 in Vancouver gegründet und betreut heute mehr als 150.000 Rechtsfachleute. Die Plattform ist die De-facto-Wahl für Kanzleien, die von der Einzelkanzlei bis hin zu rund 50 Anwältinnen und Anwälten skalieren. Clio Duo (veröffentlicht 2024) ergänzt die Suite um KI-Unterstützung für Dokumentenprüfung, Mandatszusammenfassungen und automatische Zeiterfassung.
Warum es in Legal-Ops-Stacks auftaucht
- End-to-End-Kanzleibetrieb. Mandat, Zeit, Abrechnung, Treuhand und Mandantenportal in einer Plattform — ersetzt 4 bis 6 Punktlösungen, die kleine Kanzleien sonst zusammenstückeln.
- Starke mandantenseitige Oberfläche. Über das Clio-Connect-Portal können Mandanten Mandate einsehen, Dokumente teilen, Rechnungen bezahlen und Termine buchen. Differenzierungsmerkmal gegenüber älterer Practice-Management-Software.
- Ausgereiftes Integrations-Ökosystem. Über 200 Integrationen in den breiteren Legal-Tech-Stack (CLM, eDiscovery, Gerichts-E-Filing-Systeme), Buchhaltung und Produktivitäts-Tools.
Preise
- Easy Start — 49 USD pro Nutzer und Monat, grundlegendes Matter- und Time-Tracking
- Essentials — 89 USD pro Nutzer und Monat, vollständige Abrechnung und Buchhaltung
- Advanced — 129 USD pro Nutzer und Monat, fortgeschrittene Workflow-Automatisierung, benutzerdefinierte Felder
- Complete — 159 USD pro Nutzer und Monat, umfasst Clio Manage + Clio Grow (Intake/CRM)
- Alle Pläne beinhalten unbegrenzte Mandate und unbegrenzten Speicher; Clio Duo AI ist in jeder Stufe ein Add-on
Am besten geeignet für
- Einzelanwältinnen und -anwälte sowie kleine Kanzleien (1 bis 50 Anwältinnen und Anwälte)
- Mittelgroße Kanzleien, die von Legacy-Practice-Management-Software (PCLaw, Tabs3) umsteigen
- Inhouse-Teams, die schlankes Matter-Management plus Abrechnungs-Transparenz für die Arbeit externer Kanzleien benötigen
Worauf Sie achten sollten
- Konzipiert für kanzleiseitigen Workflow, nicht für Inhouse-Workflow — Corporate-Legal-Ops-Teams setzen typischerweise stattdessen auf Onit, Mitratech oder andere inhouse-spezifische Plattformen
- KI-Funktionen (Clio Duo) sind im Vergleich zu Kanzlei-KI-Spezialisten wie Harvey oder Thomson Reuters CoCounsel noch in einem frühen Stadium
- Größere Kanzleien (ab 75 Anwältinnen und Anwälten) wachsen typischerweise aus Clio heraus zugunsten von Enterprise-Plattformen (Aderant, Elite 3E)